Octavian-Saga – Überblick

Verfolgen Sie die dramatischen Ereignisse, in die die Kinder des ermordeten Wissenschaftlers Julius Rahland hineingezogen werden. Das glückliche Familienleben der Familie Rahland wird durch die Machenschaften einer düsteren, mächtigen und im Geheimen operierenden Gruppe abrupt zerstört. Den Kindern – Ulrike und Sven – wird die Chance genommen, wie „normale“ Kinder aufzuwachsen. In einer Zeit, in der multinationale Konzerne mehr und mehr Einfluss auf alle Bereiche der Gesellschaft ausüben, geraten die jungen Rahlands in Machtkämpfe hinein, die die Zukunft des freien Europas prägen.

Die Ursprünge der Geschichte liegen bereits in den 1980er Jahren. Nach vielen Jahren der Unterbrechung nahm Poul-Henrik Karlson seine Gedanken erneut auf und verwob sie mit Entwicklungen, über die die aktuellen Massenmedien berichten – oder sie bewusst verheimlichen. Einige Elemente der Octavian-Saga mögen dem Leser wie Science Fiction erscheinen. Wenn auch nicht alle beschriebenen Technologien bereits jetzt allgemein zur Verfügung stehen, ist deren Existenz jedoch nicht allzu unwahrscheinlich.

Die Octavian-Saga ist als Doppel-Trilogie konzipiert – zwei in sich geschlossene Geschichten, die auf jeweils drei Bände aufgeteilt sind.

Kernthema des ersten Buches (Bände 1 bis 3) ist das Recht auf eigene Gefühle. Weshalb man darüber ein Buch schreiben sollte? Sind Sie, werter Leser, sich darüber vollkommen sicher, dass die Gefühle, die in Ihrem Innersten entstehen, Ihre eigenen sind? Oder sind sie nicht vielmehr das Ergebnis unserer Erziehung, unserer Erfahrung und unserer Umwelt? Sprach nicht Sigmund Freund schon von der „Eisberg-Analogie“, nach der uns ein Siebtel unser Gedanken und Gefühle bewusst sind und die anderen sechs Siebtel im Verborgenen wirken? Und was wäre, wenn man die sechs Siebtel von außen manipulieren würde. Geht nicht? Glaube ich nicht! Waren Sie jemals Teil einer größeren Gruppe, die sich von äußeren Ereignissen zu Gefühlen bewegen ließ (ein Musikkonzert, eine politische Veranstaltung, ein Sportereignis)? Lassen wir uns nicht von den Emotionen um uns herum anstecken? Ist unser Empfindungssystem so autark, dass wir von außen nichts an uns herankommen lassen? Nein, unmöglich. Wir sind empathische Wesen und das ist gut so. Schließlich empfinden wir Mitgefühl und handeln daraus (hoffentlich).

Liebe und Zuneigung – die stärksten Gefühle, zu denen wir fähig sind.

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Aber weshalb sollte jemand daran ein Interesse haben, unsere Gefühle zu beeinflussen? Weil er von uns Entscheidungen zu seinen Gunsten provozieren möchte! Die allgegenwärtige Werbung tut dies, aber auch die täglichen Informationssendungen, die „Nachrichten“ spielen mit unseren Gefühlen, sollen uns in eine Richtung lenken, wollen, dass wir uns „danach richten„. Unangenehme Entscheidungen werden nur dann vom „Volk“ getragen, wenn es emotional ausreichend darauf vorbereitet wurde. In den vergangenen Jahren gab es hierfür ausreichend Beispiele, wenn man denn danach Ausschau hält.

Das zweite Buch (Bände 4 bis 6) behandelt ein weiteres lebenswichtiges Thema für unsere Existenz auf diesem Planeten: das Recht auf Wasser. Die offiziellen Zahlen gehen hier auseinander, aber bereits jetzt haben über eine Milliarde Menschen keinen permanenten Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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Wir im reichen Europa sind davon nicht betroffen, oder doch? In den vergangenen Jahren ist selbst innerhalb von Deutschland ein deutliches Gefälle zu verzeichnen, was die Niederschlagsmengen angeht. Während der Alpenraum zum Teil landunter meldet, ist in der Mitte Deutschlands in mehreren Jahren hintereinander kein ausreichender Regen gefallen. Die großen Talsperren sind kaum gefüllt. Was wäre, wenn sich fremde Mächte unseres Wassers bemächtigen wollten? Was wäre, wenn auch bei uns Wasser zugeteilt werden müsste? Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt. Aber multinationale Konzerne sind längst dabei weltweit Wasserrechte aufzukaufen – wer das Wasser kontrolliert, kontrolliert auch die Menschen.

Die letzte inhaltliche Überarbeitung erfolgte in den Jahren 2003 bis 2007. Seit dem hat uns die Technik einige Neuerungen präsentiert, die bereits damals – noch als Ausblick in die Zukunft – beschrieben wurden.

Einige Beispiele? Gerne:

Im Jahr 2003 war es für die meisten von uns noch nicht vorzustellen, einmal mit dem Handy (Smartphones gab es noch nicht) an der Kasse bezahlen zu können. Dass man über seine Mobiltelefone geortet und verfolgt werden kann, war damals schon bekannt, wurde aber seitdem gerne verdrängt.

Ein weiteres zentrales Element sind die Universal-Kommunikator-Einheiten (UKE), über die sich die Menschen in der Romanreihe auch Gefühle herunterladen können. Utopie? Nicht mehr lange! Im September 2020 gab der Internet-Gigant Amazon bekannt, Armbänder herauszubringen, über die die Gefühle der Benutzer erfasst und gespeichert werden können. Einen Link zu einem Artikel auf der Website des Mailanbieters „GMX“ findet sich hier. Als besonderer Service wird angekündigt, die Benutzer über ihre Gefühle zu informieren. Sind wir inzwischen so abgestumpft, dass wir das nicht mehr selber spüren? Und wie weit ist noch von der Registrierung der Gefühle „zu Marketing-Zwecken“ bis zur Stimulation von außen? Es mag jeder selbst entscheiden, in wie weit er Amazon in seine Gefühlslage Einblicke verschaffen oder sich von dort welche liefern lassen will. Die möglichen Konsequenzen sind in der ersten Trilogie der Octavian-Saga jedenfalls deutlich beschrieben.